The Very Big & Unlikely Objectar

by Nicola L. Hein

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Nicola L. Hein - The Very Big & Unlikely Objectar

The instrument is depicted in the additional pdf,
which you get, if you buy the album.

It is also possible to see it here: nicolahein.com/theverybigunlikelyobjectar/
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"Die Plastik: ein verkörperndes Ins-Werk-Bringen von Orten und mit diesen ein Eröffnen von Gegenden
möglichen Wohnens der Menschen, möglichen Verweilens der sie umgebenden, sie angehenden Dinge." Martin Heidegger


Den Ausgangspunkt der Arbeit bildet die von Martin Heidegger in „Bemerkungen zu Kunst - Plastik – Raum“ und "Die Kunst und der Raum" entwickelte Frage, wie die Plastik den Raum formt.

Die Plastik steht nicht in einem neutralen, cartesianischen Raum, sondern formt jenen im Bilden von Orten, sie raumt.

Diese Beobachtung gilt auch für den Klang, da auch dieser, wie der Körper, ein räumliches Phänomen ist, Orte erzeugt und schafft, wie sich an vielen Beispielen belegen lässt.. Das Erzeugen von Klängen ist ein plastizierender, räumlicher Akt und damit ein Akt der Raumerschaffung.
Die vorzufndenden Objekte bewegen sich entlang der Frage, wie sie als Sprecher Raum bestimmen, einzeln und im Ensemble, klingend und (an)wesend.

Ihre Potentiale werden spielend erforscht, ihr Zusammenspiel genauestens beobachtet, der räumlichen Polyphonie spielerisch gefolgt. Spielerisch wird Sein an einzelne Orte versammelt.

Die klanglichen Potentiale fnden sich in unterschiedlichsten Situationen und Konstellationen, mithin Plastiken, zusammengefügt, erzeugen Bewegung. Die Bewegung führt auf unterschiedlichsten Wegen, durch chaotische und nicht-chaotische Kanäle zur Entstehung weiterer Klänge.

Die Bewegung erzeugt Klang, erzeugt auch Gestalten, sie plastiziert.

Plastik, Bewegung und Klang fallen im Raumen in eins.
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Das Instrument:

16 präparierte Ventilatoren + 16 Klangobjekte:

Die 16 Ventilatoren werden präpariert, indem ihre Rotoren demontiert und andere Gegenstände, welche dazu dienen die Klangobjekte anzuspielen, analog dem Plektrum einer Gitarre, an die sich drehenden Stifte der Motoren montiert werden. Die Objekte können Kabelbinder, Kordeln, Schläuche und andere Gegenstände sein. Die Präparation jedes Ventilators wird im Folgenden definiert.
Die 16 Klangobjekte werden durch die Bewegung der Ventilatoren in Schwingung versetzt, indem diese kinetische Energie durch die Berührung mit den Präparationen auf sie übertragen.
Jedem Ventilator ist folglich ein Klangobjekt beigestellt, welches
er durch seine Bewegung in unterschiedlich starke Bewegung versetzt (je nach Geschwindigkeit).


12 Hubmagnete + 12 Klangobjekte:

Die 12 Hubmagnete sind je an 12 Klangobjekten angebracht,
so dass sie diese, wenn sie sich bewegen, in Schwingung versetzen.
Diese Objekte haben einen eher perkussiven Charakter und werden im Folgenden je einzeln definiert.


1 Pult mit 16 Drehwiderständen und 16 An/Aus Schaltern:

Das Pult ermöglicht die Steuerung der Geschwindigkeit der Ventilatoren, durch die Erhöhung/Erniedrigung des Widerstandes vor jedem einzelnen.
Durch die Regelung des Stromflusses wird jeder Ventilator zu einem flexiblen Klangerzeuger, da sich mit der Steigerung des Stromflusses seine Drehzahl und Kraft erhöhen. Durch die Steigerung wird ein Ventilator schneller und lauter.
Jeder Ventilator ist über ein Stromkabel mit je einem Drehwiderstand und einem An/Aus Schalter verbunden. Der Drehwiderstand wird in den An/Aus Schalter gesteckt, welcher in die Steckdose gesteckt wird. Aus dem Drehwiderstand führt ein Stromkabel zu je einem Ventilator.


1 Drumpad mit 12 Schaltern:

Das Drumpad ermöglicht die Steuerung der Hubmagnete. Diese werden durch das Drücken eines Tasters in Bewegung versetzt. Dabei ist jedem Hubmagnet je ein Taster zugeordnet, mit welchem dieser über ein Stromkabel verbunden ist.
Durch die Bewegung der Hubmagnete werden die Klangobjekte, an welchen diese befestigt sind, in Schwingung versetzt.
Das Drumpad ist als Schlagzeug zu verstehen.

credits

released March 17, 2018

Played and recorded by Nicola L. Hein in June 2016

Composition by Nicola L. Hein (GEMA) in June 2016

Coverart / painting by Michael Hein

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Nicola L. Hein Berlin, Germany

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